Bildergalerie / BMW M3 saphirschwarz


Bearbeitung


Nachher


Fahrzeug History

Der von Mitte 2000 bis Sommer 2006 gebaute M3 (E46) hat einen hochdrehenden 3,2-l-Reihensechszylinder-Motor, der 252 kW (343 PS) bei 7900 min−1 leistet. Das Fahrzeug gab es als Coupé (öffentliche Vorstellung: Mondial de l’Automobile 2000) und Cabrio (öffentliche Vorstellung: NAIAS 2001), jeweils nur in der ursprünglichen Version, obwohl später dann auch Merkmale des beim E46 im Frühjahr 2003 erfolgten Facelifts mit eingearbeitet wurden (wie z. B. die LED-Rückleuchten). Von Alpina wird mit dem B3 und B3 S ebenfalls eine leistungsstarke Variante des E46 angeboten, die jedoch auf mehr Antriebskomfort ausgelegt ist.

 

Unterschiede zu den leistungsschwächeren Modellen 

Äußerlich unterscheidet er sich von anderen Modellen der 3er-Reihe u. a. durch die Auswölbung auf der Aluminiummotorhaube, dem sogenannten „Powerdome“, der jedoch keine technische Funktion hat. Weitere Unterschiede zur normalen 3er-Reihe sind breitere Radkästen, aerodynamisch optimierte Außenspiegel, geschmiedete Leichtmetallfelgen in 18- oder 19-Zoll, eine zweiflutige Auspuffanlage mit vier Endrohren, eine bullige Frontschürze sowie der Entlüftung der Elektronik dienende Luftauslässe („Kiemen“) in den Kotflügeln.

Die Fahrzeugbreite ist um rund 40 Millimeter gegenüber dem Standardmodell gewachsen, bedingt durch die Vorderachs-Spur von nun 1508 Millimeter, an der Hinterachse 1525 Millimeter. Auch musste eine Verbreiterung der Radläufe um jeweils 20 Millimeter vorgenommen werden, um den serienmäßigen 18-Zoll- und (ab Frühjahr 2001 gegen Aufpreis) auch 19-Zoll-Rädern Platz zu bieten. Die vordere Schürze mit den angedeuteten Spoilerecken und den großen Luftschächten für Wasser-, Öl- und Bremsenkühlung zählt ebenso zur Serienausstattung des M3 wie die schmale Spoilerleiste (Gurney Flap) auf der Kante des Kofferraumdeckels. Sie ist in erster Linie für die deutlich verringerten Auftriebskräfte an der Hinterachse verantwortlich.

Der Motor ist nach dem Hochdrehzahlkonzept gebaut und arbeitet drehfreudig bis zur Grenze von 8000 min−1, bietet dabei jedoch ein breites nutzbares Drehzahlband, und entwickelt bereits bei 2000 min−1 80 Prozent seines maximalen Drehmoments. Das Fahrwerk war eine Weiterentwicklung des Vorgänger-Fahrwerks vom M3 E36. Des Weiteren kam nun die variable M-Differentialsperre zum Einsatz, die einen Sperrwert zwischen 0 und 100 % erlaubt, sowie eine schwimmend gelagerte Compound-Bremsanlage an Vorder- und Hinterachse.

 

Sonderausstattungen 

Anfang 2005 konnte gegen Aufpreis von 5300 € ein „Competition-Paket“ bei Neufahrzeugen bestellt werden. Dieses beinhaltete 19-Zoll-Räder im CSL-Design, die mit Sport-Cup-Reifen bestückt waren, die Bremsanlage aus dem M3 CSL, ein optimiertes Fahrwerk, eine direktere Lenkung (Übersetzung 14,5 : 1 statt 15,4 : 1) sowie den „M Track Mode“, die per Taste am Lenkrad mehr Schlupf und Gierrate an den Hinterrädern zulässt.

 

M3 CSL 

Von der Baureihe E46 des BMW M3 gab es von Mitte 2003 bis Sommer 2004 auch ein limitiertes Sondermodell mit dem Namen M3 CSL. Das Kürzel CSL stand wie schon beim BMW 3.0 CSL für „Coupé Sport Leichtbau“. Der Prototyp des Fahrzeugs wurde auf der IAA 2001 öffentlich präsentiert. Dieses Modell verfügt über eine leichtere Karosserie und einen stärkeren Motor mit 265 kW (360 PS). Die Basisdaten des Motors, wie Hubraum usw., sind gleich wie beim „Serien-M3“. Das Fahrzeug wurde ausschließlich mit dem sequentiellen 6-Gang-Getriebe namens „SMG II mit Drivelogic“ ausgeliefert. Die Reduzierung des Gewichts wurde durch den Wegfall von Komfort-Komponenten und den Einsatz modernster Werkstoffe realisiert.

Der M3 CSL verfügt z. B. über mehrere Fahrzeugkomponenten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (den automatisch abblendenden Innenspiegel, Türverkleidungen, Mittelkonsole, Dach), aber besitzt keine Nebelscheinwerfer mehr, da diese einer geänderten Ansaugluftführung weichen mussten. Weitere Gewichtseinsparungen wurden im Bereich des Kofferraums gemacht (Heckklappe aus Leichtbaustoffen, Kofferraumboden aus fester Pappe). Um die Längs-, aber hauptsächlich die Querdynamik zu steigern, wurde zudem ein Dach aus Kohlefaserverbundstoffen und eine leichtere Heckscheibe verbaut, um den Schwerpunkt zu senken.

Die Serienausstattung des CSL umfasst hauptsächlich elektronische Extras, deren Existenz kaum Gewicht kostet. So waren ABS, ESP (bei BMW DSC), eine Reifen-Pannen-Anzeige (RPA) und die Zentralverriegelung mit Wegfahrsperre ab Werk verbaut bzw. programmiert. Das äußere Erscheinungsbild des CSL unterscheidet sich zum normalen M3 durch die strömungsoptimierte Frontschürze mit einem markanten Loch zur Beatmung der Airbox, den mit einem Bürzel versehenen Kofferraumdeckel und das Carbondach, sowie einiger Änderungen des BMW-Logos und speziellen M-Leichtmetallräder „Sport“ in 19 Zoll. Für den M3 CSL standen ab Werk nur zwei Lackfarben zur Auswahl, ein „Saphirschwarz“ genanntes Schwarz und ein als „Silbergrau“ benanntes Silber-Anthrazit. Im Interieur gab es größere Veränderungen. So wurden anstelle von normalen Sitzen Schalensitze verbaut; die Rückbank wich einer abgespeckten Version mit einer Amaretta-Stoff-Kombination. Die Türeneinsätze wurden ersetzt durch Carboneinlagen, die Mittelkonsole wich einer leichteren und kleineren, und das Lenkrad wich einem mit Alcantara bezogenen.

Als Sonderausstattung konnte die Klimaautomatik und ein Radio ohne Aufpreis bestellt werden, erhältlich war weiterhin eine Alarmanlage, Park Distance Control (PDC), ein Regensensor und Xenonlicht. Weitere Extras gab es für den M3 CSL entweder aus Marketing-Gründen oder aus Platzgründen nicht. Durch Nachweis einer Rennfahrerlizenz konnte der potentielle Käufer die werkseitige Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit aufheben lassen.

Der M3 CSL verfügt serienmäßig über ein mit „M“ gekennzeichneten Knopf auf dem Lenkrad (weshalb ein Multifunktionslenkrad nicht mehr angeboten werden konnte), der den sogenannten M-Trackmode aktiviert, welcher die Kennlinie der Servolenkung ändert sowie die Parametereinstellungen des DSC (ESP) verschiebt und so eine noch sportlichere Fahrweise erlaubt (kleinere Drifts werden ermöglicht, ohne dass das DSC eingreift). Die in der (auch im normalen M3 erhältlichen) sequentiellen Schaltung vorhandene Launch Controlwurde für den CSL überarbeitet und schaltet nun bei Drehzahlmaximum in den nächsthöheren Gang. Somit ist es im M3 CSL möglich, mit Vollgas und einem Zug an der Schaltwippe aus dem Stand bis zur Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Durch Benutzung dieses Extras, welches Komponenten und Motor extrem belastet und daher nur sehr sparsam eingesetzt werden soll, können auch Ungeübte die werksseitig angegebenen Beschleunigungswerte von 0–100 km/h in 4,9 s und 0–200 km/h in 16,7 s erreichen.

Das Fahrwerk mit magnetimpulsumgeformten hinteren Querlenkern wurde teilweise auf der Nürburgring-Nordschleife abgestimmt. Dadurch erreichte der CSL in unabhängigen Tests eine für die Leistungsklasse hervorragende Zeit von 7:50 min. Diskutiert wurden die ab Werk gelieferten Sportreifen des Typs Pilot Sport Cup von Michelin, die zwar bei Tests auf Rennstrecken gute Rundenzeiten erzielen, aber im Alltagsbetrieb und bei Nässe aufgrund von Gummimischung und geringem Negativprofilanteil schlechtere Leistungen bieten. Auf Wunsch konnte der Wagen aber auch mit Standardbereifung geordert werden.

 

Quelle Wikipedia